Sibiu 2017

Nagelstock vor der Casa Calfelor

Werte Gesellen,

Es ist wieder ein weiterer Sommer in Sibiu gekommen und uns erwarten viele Projekte.

Ein Anlass zu Kommen sollte sicherlich das neue Projekt in Timisoara sein. In Zusammenarbeit mit 40 Jugendlichen im Alter zwischen 18-30, unter der Hand der dortigen Kolpingfamilie, werden wir einen grösseren Gebäudekomplex abreißen und dort im Laufe der nächsten Jahre dann die Casa Calfelor II errichten. Die Gespräche zu Planung, Umsetzung und Finanzierung laufen bereits und es verläuft zu unserer Zufriedenheit. Nur brauchen wir zum Abriss ca. 8 Gesellen als Gruppenleiter für je 5 Jugendliche um innerhalb von 3 Tagen dort richtig was zu reissen. Desweiteren müssen wir einen kleinen Schuppen bauen. Kost und Logie wird gestellt, die Stadt ist einen Besuch wert und liegt südlich von Arad auf dem Weg nach Sibiu. Im Zuge der unrühmlichen Aktion in Regensburg wäre es mehr als nur eine Geste des guten Willens wenn zahlreiche arbeitswütige Gesellen dort erscheinen würden. Es ist die Chance unseren Schnack bei den Kolpings wieder nach oben zu bringen.

Darauf wird dann das Projekt in Sibiu selbst folgen mit Schauwerkstatt und einigen netten extras. Bitte vergesst nicht, dass 15 Franzosen in Mouchard sehnsüchtig auf einige Gesellen warten und abgeholt werden wollen. Bisher haben wir noch nicht von allzu vielen Gesellen gehört, die sich derer annehmen wollen. Dann melden sich noch 3 Siegellacken Einheimisch.

Die Termine staffeln sich wie folgt:

  • 23.6. -25.6. Mittelaltermarkt in Bistrita (8-10 Gesellen)
  • 14.7. – 21.7. Casa Calfelor Timisoara (8 – 10 Gesellen)
  • 22.7. Dreifache Einheimischmeldung
  • 24.7. Vernissage in Sibiu (Beginn des Projektes mit Schauwerkstatt)
  • 28.7. -30.7. Mittelaltermarkt in Sighisoara (8-10 Gesellen)
  • 5.8. Vereinssitzung
  • 17.8-20.8. Mittelaltermarkt in Fagaras
  • 21.8. – 2.9. Metallertreffen in Fagaras.

Mit Kameradschaftlichen Gruss und Handschlag
Joan frd. fr. Tischler
Wesley frd. fr. Steinmetz
Stefan frd. fr. E. Klavierbauer
Janek Herrgott r. frd Steinmetz
sowie die Einheimischen Sibius und ihre Freunde

Sibiu 2016

Nagelstock vor der Casa Calfelor

Grüßt euch Gesellen, liebe Freunde der Casa Calfelor!

2016, das Jahr des zehnten Projektes soll uns allen als unvergessliches Jubiläum in Erinnerung bleiben, was auch immer die Zeit danach für uns bereit hält!

Deshalb darf ich verkünden:
Zum Auftakt des diesjährigen Sommers sind wir zum Mittelalterfestival in Bistriţa eingeladen, das vom 23. bis zum 26. Juni stattfinden wird, ich hoffe also, die ersten paar Fremden am 20./21. Juni in Sibiu begrüßen zu dürfen!

Danach werden die Vorbereitungen des Sommerprojektes auf Hochtouren laufen, wobei helfende Hände gerne willkommen sind.

Aus einer Idee geboren und als ein neuer Weg der Casa Calfelor ins Leben gerufen wird 04.-15. Juli das erste internationale Casa Calfelor Bildhauersymposium stattfinden, an dem renommierte Künstler aus verschiedenen Ländern, darunter auch reisende Bildhauer teilnehmen werden. Die dort entstehenden Skulpturen unter dem Motto transilvanische Ornamentik werden an einem öffentlichen Ort in Sibiu ausgestellt.

Am 15.-17. Juli findet ein Treffen im Compagnonhaus der FCMB in Arras (23, avenue Paul Michonneau – 62000 Arras) statt, von dem aus unsere zur Tradition gewordene 1-2 wöchige Reise deutscher und französischer Gesellen von Frankreich nach Sibiu startet.

PROJEKTSTART in Sibiu ist am 18. Juli!

Unsere hoffentlich zahlreichen Werkstätten (Zureiseabhängig) werden dieses Jahr in unmittelbarer Nähe der Casa Calfelor auf dem Piaţa Huet aufgebaut, in der Str. Cetaţii bei den alten Zunfttürmen wird es eine Ausstellung mit von Gesellenhand geschaffenen Kunstobjekten geben.

Am 21. Juli ist die offizielle Vernissage unseres Projektes, zu der wir mit alle interessierten und durstigen Menschen einladen.

Am 30./31. Juli heißt es LADS GO BUSKIN! Die Gesellenband rund um die Einheimischen Jimmy Maas und Julian Letsche warten mit einem neuen Programm auf.

Die diesjährige Vereinssitzung findet am 13. August statt.

Und das offizielle Projektende haben wir, wie so oft auf das Mittelalterfestival in Sibiu am letzten Augustwochenende gelegt.

Zwischen Mitte Juli und Ende August gibt es also viel Spielraum für interessante Arbeiten und spannende Projekte, und viele Überraschungen bahnen sich bereits ihren Weg zu uns.

In diesem Sinne, in Hoffnung auf zahlreiche Zureise und großen Zuspruch

MkGuH
Liebe Grüße aus Sibiu
Stefan Walter, einh. Klavierbauer, Präsident der Casa Calfelor

Sibiu 2015

Nagelstock vor der Casa Calfelor

Nach intensiver Vorbereitung und zunächst überschaubarer Zureise, konnte das Projekt am 26.06.2015 starten. In der zweiten Projektwoche traf die Frankreichcombo ein, die dieses Jahr aus zwei deutschen und einem französischen Gesellen bestand und auch die allgemeine Zureise blieb nicht aus, so waren wir schnell bei einer Stammbesetzung von ca. 25 bis 30 Gesellen in der Casa Calfelor hatten. Insgesamt haben ca. 50 fremde und einheimische Gesellen am Projekt teilgenommen.

Bei der Vernissage haben wir die neue Dauerausstellung, die ihren Platz gegenüber der Casa Calfelor gefunden hat, eingeweiht. 6 Schautafeln erzählen über Tippelei, Compagnonnage, Geschichte und Tradition.

Ausgeführte Arbeiten, Kleinprojekte und kulturelle Höhepunkte

In der Kirchenburg zu Hammersdorf, wurde ein Brunnen mittels eines ringförmigen Fundamentes gesichert und der oberste Betonring mit Flusskieseln verkleidet. Dazu bauten die Zimmerer ein kleines Satteldach, welches mit Biberschwanz-Ziegeln gedeckt wurde. Steinmetze verfugten das Sockelmauerwerk der Kirche, stellten den Würfel fertig, an dem sich 6 Steinmetze kreativ verwirklichen konnten und hauten ein Kapitell.

Für den im letzten Jahr  restaurierten Laubengang, wurde eine Speisekammer gebaut. In der Einkaufsstraße gibt es nun eine neue  Zierschalung an einer Eingangstür. Es wurden Fenster aufgearbeitet und restauriert und die Casa Calfelor ist nun endlich im Besitz von Lattenrosten für die zahlreichen Matratzen und einem Kicker. Es wurden Balken behauen, ein 2 m hohes Katapult, eine Schiebetür mit Bergpanorama, 4 Unterstände für die Schauwerkstatt gebaut, Türen restauriert und Casa Calfelor – Inventar aufgearbeitet.
In der Schmiede wurde Abseits der üblichen Arbeiten und Kleinaufträge, ein Spanferkel-Grill und ein Plexiglaskasten als Schutz für einen öffentlichen Fernseher gebaut, das Gestell eines Tisches, Werkzeug u. Zangen für die Schmiede, Stenzspitzen, Damastpakete, Tore für den Kicker, Kutschenteile, Tür- und Fensterbeschläge und ein Rollmechanismus für eine Schiebetür hergestellt.
Als unerwartet 5 Zimmerer aus Frankreich zu reisten, wurden sie kurzfristig mit der Erneuerung des marode gewordenen, sechseckige Pavillon im Astra Park (eine unserer Arbeiten von 2007) versorgt. Diesmal wurde auch gleich für die notwendige Dacheindeckung und solide Fundamente ausgeführt, die 2007 nicht von der Stadt vorgesehen / ausgeführt wurden.

Dank der Zureise von Schneidern und Polsterern konnten Klappstühle bezogen werden, Sitzkissen und Kiesbeutel gemacht werden. Auch die ein oder andere Staude oder marode Kluft wurde dank viel, viel Garn gerettet und  nicht noch weiter nach Fernsüdost geschickt und blieb in Zentral Trasilvanien.
Unser zugereister Bäcker konnte an 2 speziellen Abenden im „Cafe Capsicum“ den Ofen nutzen, seiner Bestimmung nachgehen und allen Beteiligten, sein Können zeigen. Lecker Gebäck und andere Feinheiten für die immer hungrigen Gesellen und Anwesenden, war das Endergebnis eines gelungenen  Abends.
Bei Diskussionsabenden vor der Herberge, gab es Filmvorführungen, Vorträge über Sibiu und Restaurierung im Handwerk oder Theateraufführungen

Auf der Vereinssitzung am 18.07. wurden neue Ideen und Ziele besprochen und eine Voko für nächstes Jahr gefunden. Voraussichtlich wird die Reise von Frankreich nach Sibiu nächstes Jahr vom Compagnonhaus in Arras aus starten.
Am 25.07. durften wir und jeder interessierte Kuhkopp einen unvergesslichen Abend beim Konzert der Band „Lads go buskin“ verbringen. Am darauffolgenden Sonntag trumpfte die Band dann nochmal, mit einer musikalischen Lesung vor unserer Herberge, auf. Hier nochmal ein herzliches Dankeschön.

Beim Festival „Huet Urban“ am 08.08.-09.08., das die Casa Calfelor mit organisierte, wurde neben allgemeinen Zimmerer-, Steinmetz- und Schmiedearbeiten Schauwände mit Lehm verputzt, Balken behauen und als kleiner Höhepunkt des ersten Tages ein Amboß gehärtet.
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Unsere Abschlussparty zum offiziellen Projektende am 15.08. verlegten wir nach Cârtişoara, wo ein lebendiges Museumsdorf entsteht.  Wir entschlossen kurzerhand, unseren Teil mit dem Bau eines Hauses in Fachwerkbauweise aus gesägtem Holz und Rundholz, das bald als Sommerküche dienen soll, dazu beizutragen.

Durch den Einsatz aller Beteiligten können wir das Sommerprojekt der Casa Calfelor 2015 als vollen Erfolg verzeichnen. Wir bedanken uns bei allen Sponsoren und Unterstützern unseres Projektes.
Stefan Walter, einh. Klavier-u. Cembalobauer
1. Vorsitzender Casa Calfelor

europäische Kulturbaustelle in Sibiu / Hermanstadt, Rumänien 2012

Nagelstock vor der Casa Calfelor

Abschlussbericht der europäischen Kulturbaustelle in Sibiu / Hermanstadt, Rumänien 2012

Herstellung einer StufeAuch in diesen Jahr fand wieder in Sibiu/Hermannstadt, dass alljährige Sommerprojekt der Casa Calfelor statt.

Den Auftakt machten einige Gesellen die sich bereit erklärt hatten das Projekt vor zubereiten und einige Reparatur und Verschönerungsarbeiten an der Herberge vorzunehmen.  Die Wasserinstallationen wurden neu gelegt und der Fussboden danach neu verfliest, zudem wurden die Holzfußböden neuversiegelt, die Treppe und das Treppenhaus neugestrichen, sowie die Kehlbalkenlage mit Holzbrettern gesichert.

Drei Rolandsbrüder begleiteten vier Compagnons von Paris nach Sibiu, danke nochmal dafür.  So konnte dann auch am 16. Juli 2012 das Projekt losgehen.  Die Schauwerkstatt wurde eingerichtet und die fleißigen Gesellen begannen mit ihrer unermüdlichen Arbeit.  Zu den Arbeiten gehörten

  • der Bau eines „Hau den Lukas“,
  • die Restaurierung eines sehr Antiken Strohhäckslers,
  • Steinmetz- und Bildhauerarbeit, wie
    • ein Herz aus Stein, hergestellt von einem Thüringer,
    • eine Spendenbox aus Stein,
    • Sockelsteine für die Kirche,
    • eine Kreuzblume und
    • ein Geselle aus Holz für den Hau den Lukas.

Eine Deutsch-Französiches Projekt war der Bau eines sehr beeindruckenden Schreibtischs für das Büro der Herberge, mit vielen tollen Holzverbindungen und keiner Schraube.

Viele Gesellen testeten sich in anderen Gewerken aus und man konnte sehen dass ein Käseschnitzer auch ein guter Holzschnitzer ist.

Aufbau der Treppe

Die Ausstellung in den Türmen wurde von den Besuchern sehr gut angenommen und es fand auch wiedermal ein reger Austausch zwischen den Besuchern der Türme und den Gesellen statt, von dem am Ende des Tages alle was hatten.  Lange wurde die Schmiede von Schlossern dominiert die sehr interessante Dinge hervorbrachten wie z.B. einen Fahrrad Gepäckträger für vorn, den man fast mit einer halben Tonne (500 kg) belasten kann.  Nach langen warten kam dann auch ein Schmied der zum Auftakt erstmals 150 Nagel schmiedete um zu beweisen das er das auch kann, danach fertigte er in Zusammenarbeit mit den Schlossergesellen diverse Fahnenspitzen und eine Trinkersonne für ein Cafe in der Innenstadt an.  Ein sehr begabter Schlossergeselle konstruierte einen Bräter für ein Schwein, für die Hauptversammlung der Casa Calfelor, das dort dann auch von der reisenden Köchin zubereitet wurde, die die Gesellen das ganze Projekt schon bekochte.

Es gab aber auch wieder ein paar Baustellen außerhalb des Projekts, so wurden einige Hechtgauben (Augen von Hermannstadt) hergestellt, eine Balkenlagensanierung in der Stadtpfarrloge vorgenommen und viele kleinere Aufträge übernommen. Ein Highlight in diesem Jahr war das Steintreffen, dass in diesen Jahr auch hier Zeitgleich stattfand und eine barocke, freitragende Treppe gemetzt wurde, die den ein oder anderen schlaflose Nächte kostete, aber ein sehr großer Erfolg war.

An interessanten Informationsabenden, an denen die Teilnehmer einiges über dieWanderschaft und die Freiheitsbrüder lernen konnten, lernen wie man Käse herstellt und richtig pflegt —Danke nochmal an den hervorragenden Referenten, Danke, Danke und Danke— ein bisschen über Lehm und Schutzheilige der Handwerker und wie man ein Boot baut und damit zum Donaudelta fährt… —auch nochmal Danke an den Rolandsbruder.

Am 26 Juli 2012 fand dann auch das Medievilfestival in Hermanstädt statt, womit dann auch unser Projekt endete.  Auch in diesem Jahr zeigten die Gesellen was sie konnten, im Balkenbauen, Schmieden, Tischlern und auch das Katapult lief wieder einwandfrei.  Ganz besonderen an einen Freiheitsbruder, ohne den dies alles zu bewältigen sehr schwer geworden wäre, unsere Ehrenmitglieder Anda uns Hans, an einige Mitarbeiter der Kirchengemeinde, an Matze und zu Letzt an die 60 Gesellen, die mitgeholfen haben…

fertige Treppe

Treppenbaukurs 2011 in Sibiu

Nagelstock vor der Casa Calfelor

Wie im vergangenen Jahr wurde auch dieses Jahr von der Casa Calfelor mit Unterstützung der CCEG und der Berufsschule Sibiu wieder ein Treppenbaukurs angeboten. Kursleiter war wie im letzten Jahr der einheimische Vogtländer Christian Rummel.

[singlepic id=32 w=320 h=240 float=left]Was den Kurs im Wesentlichen vom dem des letzten Jahres unterschied, war die Zusammensetzung der Teilnehmergruppe.

Von Seiten der Fremden waren drei freireisende Tischlerinnen und ein freireisender Tischler dabei. Der Rest der Gruppe setzte sich zusammen aus drei rumänischen Praktikanten eines Projekts aus Bretai und 5 Schülern der Berufsschule Sibiu. Gearbeitet wurde in Vierergruppen mit je einem deutschen Gesellen und drei Rumänen. Fachliche Verständigung wurde somit zur Herausforderung, mit kreativsten Sprachimprovisationen zwischen Rumänisch, Deutsch, Englisch, Händen und Füßen. Zumal wir feststellen mussten, dass sich rumänische und deutsche Arbeitsweisen bisweilen grundlegend unterscheiden. Auch deutsche Vorstellungen von Arbeitssicherheitselementen wie Spaltkeil oder Gehörschutz schienen nicht sehr viel Bedeutung zu haben.

Die Strukturierung des Kurses entsprach im Wesentlichen der des letzten Jahres: Erste Woche Theorie, zweite Woche Praxis.
Zu Beginn der ersten Woche wurde das Thema Treppenbau im Allgemeinen behandelt. Eine Übersicht über verschiedene Stilepochen,Materialien und Bauweisen gab einen Einblick in die Vielfältigkeit der faszinierenden Welt des Treppenbaus.

Direkt im Anschluss begann die Fachtheorie zur angewandten Treppenkonstruktion:    Korrekte, jedoch regional unterschiedliche Bezeichnungen verschiedener Treppenteile, rumänisch und deutsch natürlich, Berechnung des Steigungsmaßes, Schrittmaßregel, Verziehungsmethoden, Wangenabwicklung, Anschlusslösungen und Wandverbindungen. Vertieft wurde die Konstruktionstheorie mit dem Erstellen einer 1:10 Zeichnung einer viertelgewendelten Treppe mit zugehöriger Wangenabwicklung.

Nach kurzem Einbilck in die Konstruktionsunterschiede von gestemmten, halbgestemmten und aufgesattelten Treppen, Spindel- und Wendeltreppen konnte jede Gruppe eine Variante wählen, welche sie als Modelltreppe im Maßstab 1:2 in der zweiten Woche umsetzen würde.

[singlepic id=31 w=320 h=240 float=right]Die drei Gruppen entschieden sich für eine Spindeltreppe mit formverleimtem Handlauf eine aufgesattelte, viertelgewendelte Treppe mit einseitigem Handlauf und Untergurt eine halbgestemmte, viertelgewendelte Treppe mit Blockstufe und einseitigem Handlauf. Diese können sie während der Zeit der Ausstellung im Töpferturm begutachen.

Für den Bau der Modelltreppen war natürlich Grundvoraussetzung der 1:1 Aufriss inklusive der dazugehörigen Wangenabwicklung mit Handlauf.
Nach einer allgemeinen Einweisung in die Werkstattmaschinen der Berufsschule begann der praktische Teil. Während ein Teil der Gruppen mit Zuschnitt und Stufenverleimungen begann, wurden im Theorieraum letzte Detaills durchdacht und im Aufriss festgehalten. Die zweite Woche über herrschte reges Treiben in den Werkstatträumen. Mit voller Besetzung waren alle Maschinen im Dauereinsatz, bis Freitag Mittag die letzte Schraube festgezogen und die letze Stufe geölt war.

Ergänzend zu den Modelltreppen gab der Kursleiter Christian Rummel eine Einführung in die Kunst des Krümmlingbaus.Sowohl die zeichnerische Konstruktion, als auch die praktischen Umsetzung wurden anschaulich dargestellt und führten zu allgemeiner fachlicher Faszination und Begeisterung.
Abschließend wollen wir unserem Kursleiter nocheinmal Lob und Dank aussprechen, für sein fachliches wie auch soziales Engagement. Er hat nicht nur die zweisprachige Leitung des Kurses gemeistert, sondern uns auch die grundlegenden Fertigkeiten des anspruchsvollen Treppenbaus vermittelt.

Wir alle wünschen uns, dass die jährliche Tradition eines Treppenbaukurses hier in Sibiu Bestand hat und sie auch künftig reichlich Anklang findet bei Reisenden wie auch Nichtreisenden. Und vielleicht gibt es ja sogar einmal einen Teil 2 für Fortgeschrittene…

Wibke fr.frd.Tischlerin                                      Lisa  fr.frd. Tischlerin