europäische Kulturbaustelle in Sibiu / Hermanstadt, Rumänien 2012

Abschlussbericht der europäischen Kulturbaustelle in Sibiu / Hermanstadt, Rumänien 2012

Herstellung einer StufeAuch in diesen Jahr fand wieder in Sibiu/Hermannstadt, dass alljährige Sommerprojekt der Casa Calfelor statt.

Den Auftakt machten einige Gesellen die sich bereit erklärt hatten das Projekt vor zubereiten und einige Reparatur und Verschönerungsarbeiten an der Herberge vorzunehmen.  Die Wasserinstallationen wurden neu gelegt und der Fussboden danach neu verfliest, zudem wurden die Holzfußböden neuversiegelt, die Treppe und das Treppenhaus neugestrichen, sowie die Kehlbalkenlage mit Holzbrettern gesichert.

Drei Rolandsbrüder begleiteten vier Compagnons von Paris nach Sibiu, danke nochmal dafür.  So konnte dann auch am 16. Juli 2012 das Projekt losgehen.  Die Schauwerkstatt wurde eingerichtet und die fleißigen Gesellen begannen mit ihrer unermüdlichen Arbeit.  Zu den Arbeiten gehörten

  • der Bau eines „Hau den Lukas“,
  • die Restaurierung eines sehr Antiken Strohhäckslers,
  • Steinmetz- und Bildhauerarbeit, wie
    • ein Herz aus Stein, hergestellt von einem Thüringer,
    • eine Spendenbox aus Stein,
    • Sockelsteine für die Kirche,
    • eine Kreuzblume und
    • ein Geselle aus Holz für den Hau den Lukas.

Eine Deutsch-Französiches Projekt war der Bau eines sehr beeindruckenden Schreibtischs für das Büro der Herberge, mit vielen tollen Holzverbindungen und keiner Schraube.

Viele Gesellen testeten sich in anderen Gewerken aus und man konnte sehen dass ein Käseschnitzer auch ein guter Holzschnitzer ist.

Aufbau der Treppe

Die Ausstellung in den Türmen wurde von den Besuchern sehr gut angenommen und es fand auch wiedermal ein reger Austausch zwischen den Besuchern der Türme und den Gesellen statt, von dem am Ende des Tages alle was hatten.  Lange wurde die Schmiede von Schlossern dominiert die sehr interessante Dinge hervorbrachten wie z.B. einen Fahrrad Gepäckträger für vorn, den man fast mit einer halben Tonne (500 kg) belasten kann.  Nach langen warten kam dann auch ein Schmied der zum Auftakt erstmals 150 Nagel schmiedete um zu beweisen das er das auch kann, danach fertigte er in Zusammenarbeit mit den Schlossergesellen diverse Fahnenspitzen und eine Trinkersonne für ein Cafe in der Innenstadt an.  Ein sehr begabter Schlossergeselle konstruierte einen Bräter für ein Schwein, für die Hauptversammlung der Casa Calfelor, das dort dann auch von der reisenden Köchin zubereitet wurde, die die Gesellen das ganze Projekt schon bekochte.

Es gab aber auch wieder ein paar Baustellen außerhalb des Projekts, so wurden einige Hechtgauben (Augen von Hermannstadt) hergestellt, eine Balkenlagensanierung in der Stadtpfarrloge vorgenommen und viele kleinere Aufträge übernommen. Ein Highlight in diesem Jahr war das Steintreffen, dass in diesen Jahr auch hier Zeitgleich stattfand und eine barocke, freitragende Treppe gemetzt wurde, die den ein oder anderen schlaflose Nächte kostete, aber ein sehr großer Erfolg war.

An interessanten Informationsabenden, an denen die Teilnehmer einiges über dieWanderschaft und die Freiheitsbrüder lernen konnten, lernen wie man Käse herstellt und richtig pflegt —Danke nochmal an den hervorragenden Referenten, Danke, Danke und Danke— ein bisschen über Lehm und Schutzheilige der Handwerker und wie man ein Boot baut und damit zum Donaudelta fährt… —auch nochmal Danke an den Rolandsbruder.

Am 26 Juli 2012 fand dann auch das Medievilfestival in Hermanstädt statt, womit dann auch unser Projekt endete.  Auch in diesem Jahr zeigten die Gesellen was sie konnten, im Balkenbauen, Schmieden, Tischlern und auch das Katapult lief wieder einwandfrei.  Ganz besonderen an einen Freiheitsbruder, ohne den dies alles zu bewältigen sehr schwer geworden wäre, unsere Ehrenmitglieder Anda uns Hans, an einige Mitarbeiter der Kirchengemeinde, an Matze und zu Letzt an die 60 Gesellen, die mitgeholfen haben…

fertige Treppe

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